Ein hervorragendes Buch, sowohl zum Lesen als auch um Stichworte genauer nachzuschlagen! Super Aufbau und der optimale Begleiter zur Vorbereitung auf die Grundlagenklausur!
"Zwei Juristen, drei Meinungen", so sagt man - für Historiker gilt dabei Ähnliches. Oftmals stützen sie sich notgedrungen auf Spekulationen oder unzuverlässige Quellen, auch heute noch. Da ist es gar nicht so einfach, ein gutes Lehrbuch zu finden, das den Leser nicht in dir Irre führt oder dessen zweifelhafte Informationen man ständig verifizieren muss. Das Lehrbuch "Grundriss der deutschen Rechtsgeschichte" bietet den Vorteil, dass es bei umstrittenen Ansichten verschiedene Gesichtspunkte aufzeigt, dass es (Rechts-)quellen wie die Germania von Tacitus zwar kritisch hinterfragt, aber auch gebührend würdigt. Trotzdem folgt der Autor nicht immer der herrschenden Meinung anderer Rechtshistoriker, beispielsweise schreibt er, über den ersten Entwurf des BGB sei überwiegend positiv geurteilt worden - eine Aussage, die man so in kaum einem anderen Lehrbuch finden wird. Gleichwohl gehen die Autoren Gmür und Roth aber auch auf - von ihnen so bezeichnete - Mindermeinungen ein, die heftige Kritik an dem BGB äußerten. Diese zunächst unwesentlichen erscheinenden Abweichungen von anerkannten historischen Betrachtungen können einen Studenten, der sich auf die Aussagen des Buches verlässt, in einer Klausur wichtige Punkte kosten. Es ist also auf jeden Fall angebracht, selbst kritisch den Inhalt des Grundrisses zu hinterfragen und mit einem anderen Werk zur deutschen Rechtsgeschichte zu vergleichen - was für in Fragen der Historie nicht allzu belesene Jurastudenten ohnehin erforderlich sein wird. Denn das hier vorliegende Lehrbuch setzt ein breites Spektrum an Hintergrundwissen voraus, es erläutert die Geschichte des deutschen Rechts zwar plausibel und anschaulich, geht aber immer nur in aller Kürze auf den historischen Kontext ein, der nötig ist, um ein Themengebiet auch wirklich zu verstehen. Somit ist es ratsam, das Buch nur dann zu lesen, wenn man einen Überblick über das Thema sucht oder aber ein knappes Lehr- beziehungsweise Lernbuch für die Klausurwiederholung nutzen möchte. Ansonsten ist es unabdingbar, den Inhalt des Grundrisses zu vertiefen - aber immerhin bietet das Lehrbuch auch hierfür genügend Literaturhinweise.
"Der Grundriss der deutschen Rechtsgeschichte" ist logisch aufgebaut und in einer verständlichen Sprache verfasst, sodass auch Laien das Buch problemlos lesen können. Das Layout arbeitet mit verschiedenen Schriftgrößen und Hervorhebungen, die deutlich machen, welche Punkte besonders wichtig sind. Positiv fällt auf, dass am Rand eines jeden Textes dessen Kerngedanke als Stichpunkt formuliert wurde, was eine erhebliche Erleichterung für das Finden bestimmter Absätze und auch das Lernen darstellt.
Fazit:
Knapp, übersichtlich und einfach präsentiert dieses Lehrbuch die komplizierte, umfangreiche Thematik der deutschen Rechtsgeschichte. Der Leser muss beachten, dass hier nur das nötigste Hintergrundwissen vermittelt wird und der Autor nicht immer herrschenden Ansichten folgt. Sieht man von diesen Kritikpunkten allerdings ab, bleibt ein zur Klausurvorbereitung hervorragend geeignetes Buch.
Dieses Buch ist für jeden der Jura in Mainz studiert und Rechtsgeschichte bei Herrn Roth belegt die perfekte Lösung, da man sich den Besuch der vorlesungen sparen kann. Das Buch ist sowohl anständig gegliedert, besser als seine Vorlesungen, und zudem auch noch halbwegs interessant, insofern die Thematik dies zulässt.
Habe nur einmal die Vorlesung besucht und nach ausführlichem Studium dieses Buches 13 Punkte geschrieben. Daher kann man jedem der mit geringem Aufwand bestehen will, dieses Buch nur empfehlen.
Auch für geschichtlich Interessierte die nicht die Vorlesung belegen ist es ein verständliches und alles wichtige erwähnendes Geschichtsbuch.
Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen - was man im Jurastudium an rechtsgeschichtliche Wissen braucht, steht in diesem Buch - äußerst kompakt auf 100 Seiten DIN A 4.
Die Konzeption ist klar und chronologisch, insbesondere die Zeit des Frankenreiches und diejenige der "geistigen" Vorherrschaft preußischer Denker als die zwei Ursprungsepochen des heutigen deutschen Rechtssystems werden eingehend behandelt.
Auch wenn Rechtsgeschichte von Vielen nur müde belächelt wird, ist dieses Buch geradezu ein Standardwerk für Jeden Studierenden, in dem man immer wieder nachschlagen kann und das gar überhaupt nicht trocken oder langatmig ist.
Sehr empfohlen sei dieses Buch den Studierenden an der Universität Mainz, die das Glück haben, die Vorlesung des Mitverfassers Prof. Dr. Roth zu hören und ihren Grundlagenschein mehr als nur bestehen wollen.
Dieses Buch ist ein echter Glücksgriff für jeden Studenten der Rechtsgeschichte. Auf knapp hundert Seiten gelingt es den Autoren die gesamte geschichtliches Entwicklung des deutschen Rechts zu skizzieren. Vom Recht der Germanen wird der Leser durch die Zeit des Frankenreichs und die mittelalterliche Rechtsepoche bis in die Moderne geführt. Eigene Kapitel widmen sich zudem der Rechtsgeschichte unseres Jahrhunderts, insbesondere der Zeit des Nationalsozialismus und der deutschen Teilung, sowie der neuesten Rechtsgeschichte bis hin zur Wiedervereinigung. Besonders lobenswert ist die klare Konzeption des Studienbuchs, die insbesondere in der strengen Gliederung des Werkes nach Rechtsepochen sichtbar wird. Freilich können im Rahmen eines Studiengrundrisses wie dem vorliegenden nicht alle in der Wissenschaft diskutierten Fragen angesprochen und vertieft werden. Aber zum Einstieg in die Materie oder zum schnellen Repetieren ist das Werk ebenso wie zur Examensvorbereitung hervorragend geeignet.